Frankreich steht ganz oben auf der Liste, wenn es um Essen und kulinarische Vielfalt geht. Neben dem Besuch von Restaurants und dem Verzehr von außergewöhnlichen Gerichten wie Escargots à la bourguignonne (Schnecken nach Burgunder Art) oder Coq au vin (Huhn im Wein gegart) ist es auch ein Muss, die Backwaren der Patisserien und Boulangerien in Frankreich zu probieren.

Zuerst muss definiert werden, was der kleine, aber wichtige Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien ist. Für die meisten Menschen lässt sich alles unter einer Art zusammenfassen. Aber für die Franzosen ist das ein großer Unterschied. So findet man Bäckerei in Boulangeries, das sind vor allem Brotwaren und Backwaren wie Baguette, Croissant oder auch süße Sachen wie Pain au Chocolat. Konditorei hingegen steht für feine Desserts und hochwertige Süßigkeiten und ist in Patisserien zu finden. Wenn jemand in Frankreich eine echte Patisserie eröffnen will, braucht er sogar ein offizielles Diplom. Es gibt aber auch kombinierte Läden, wenn du also das Diplom hast, kannst du beides sein: Patisserie und Boulangerie.

Das bekannteste Gebäck aus Frankreich ist das Baguette. Aber in einer Boulangerie in Frankreich findest du mehr als eine Art von Baguette. Es gibt das Baguette blanche oder classique , das klassische weiße Baguette, und das Baguette traditional, das etwas zäher ist und eine knusprigere Kruste hat. Die meisten Boulangerien bieten je nach Region auch spezielle Baguette-Sorten an.
Mindestens genauso berühmt ist das Croissant. Das ursprüngliche französische Croissant wird aus einem Hefeteig hergestellt, der immer wieder flach ausgerollt wird und in den dann Butterstücke eingearbeitet werden, bis die typische geschichtete und fluffige Struktur entsteht.
Wenn du etwas Herzhafteres möchtest, ist auch eine Quiche zu empfehlen. Dabei handelt es sich um eine kurze Kruste, die mit einer Eier-Käse-Mischung gefüllt ist und mit einer Vielzahl anderer Zutaten belegt werden kann. Die berühmte Quiche Lorraine zum Beispiel ist mit Zwiebeln und Speck gefüllt. Aber es gibt auch unzählige vegetarische Varianten, die mit Gemüse verfeinert werden.

Der Paris-Brest ist nicht nur für seinen Geschmack bekannt, er hat auch eine interessante Entstehungsgeschichte. Der Brandteigkringel, der mit Haselnusskrokant-Buttercreme gefüllt und mit Zucker und Mandelblättchen belegt ist, wurde erstmals 1910 hergestellt. Seine runde Form soll die Strecke von Paris nach Brest und zurück darstellen, die die Strecke des Radrennens das in jenem Jahr stattfand.
Obsttörtchen sind kleine, kuchenähnliche Desserts. Die Basis ist ein Mürbeteig, der mit Buttercreme gefüllt und mit allerlei bunten Früchten wie Beeren, Kiwis oder Zitrusscheiben belegt wird. Oft werden sie mit einer glänzenden Glasur überzogen, damit sie so gut aussehen, wie sie schmecken.
Nicht alle Gebäckstücke müssen gebacken werden. Es gibt auch verschiedene Arten von Cremes. Eine davon ist Mousse au chocolat, was wörtlich übersetzt Schokoladenmousse bedeutet. Sie wird aus Schlagsahne, geschmolzener Schokolade und Eischnee hergestellt. Behutsam miteinander vermischt, entsteht eine superfluffige, cremige und schokoladige Mousse. Ein Dessert, das Schokoladenliebhaber mit jedem kleinen Bissen zufriedenstellt.
Denke daran, dass dies nur der Anfang all der kulinarischen Dinge ist, die die französische Kultur zu bieten hat. Entres, noch mehr Desserts und auch Weine könnten diese Liste endlos machen.


